Kopf aus. Atme.


Kopf aus. Atme. Sei bei dir und deinem Pferd.

Kennst du das: dein Kopf ist voll vom alltäglichen Geschehen, am Rand der Bande tummeln sich Stallkollegen, es ist viel los ... und eigentlich möchtest du dich einfach nur auf dich und dein Pferd konzentrieren. Kopf aus. Atme ...

 

In diesem Blogbeitrag kann ich dir keine professionelle Hilfe zum Stressabbau oder sonstigen Techniken bieten. Aber ich möchte dir gerne erzählen, wie ich versuche - mit einem simplen, aber für mich effektivem Mittel - mit dieser Herausforderung umzugehen. Ich atme…

Wie schon der weise Mr. Miyagi zu Daniel-San sagte: „When you feel life out of focus, always return to basic of life… Breathing“.

 

Ich beherrsche weder die Kunst der Meditation, noch kann ich Yoga oder bin firm in einer Kampf- oder Verteidigungssportart. Aber immer wenn ich unter diesen Stichworten gestöbert habe, geht es sehr oft darum: Atmen. Um sich zu fokussieren, zu zentrieren, um zur Ruhe zu kommen und im Moment zu sein. All diese Dinge möchte ich für mein Pferd und mich für unser Zusammensein und auch für die gemeinsame Arbeit. Ich denke sogar, dass diese Faktoren entscheidender als jede Trainingstechnik sein können.

Also: ehe ich am Stall aus dem Auto aussteige, atme ich ein paar Mal bewusst tief ein und aus. (Wenn keiner guckt auch mit geschlossenen Augen.) Bei der Stallarbeit, beim Putzen, vor dem Satteln – immer wieder kehre ich bewusst zu einer ruhigen, tiefen Atmung zurück. Noch wichtiger: ich steige auf und sitze einen Moment ruhig und atme. Ruhig, sortiert und konzentriert wünsche ich mir das erste - und jedes weitere - (An)reiten.

Komme ich nicht zum Sitzen, fühlt sich ein Bewegungsablauf zwischen meinem Pferd und mir unrund an, dann beobachte ich oft zunächst meine Atmung: kann sie tiefer gehen? Kann ich mich mehr zentrieren, mehr „in die Körpermitte atmen“, unnötige Spannung loslassen?

Übrigens: auch in Situationen außerhalb des Stalls hat es sich als hilfreich erwiesen, hin und wieder tief durchzuatmen.